Schröpfen

Schröpfen, eine alte Medizinmethode erwacht zum neuen Leben. Bereits im alten Griechenland war die Methode so beliebt und anerkennt, dass Schröpfgläser die ärztliche Kunst symbolisierten. Im heutigen China glaube man, jemand werde krank, wenn sein Blut und die Lebensenergie Qi nicht mehr frei fliessen können. Schröpfen mit Kuhhörner oder Baumbussegmenten sollte die Blockaden beseitigen.

 

Heute im europäischen Raum werden beim Schröpfen Kugelförmige Gläser verwendet. Durch die aufgelegten Gläser sollten bei Krankheit die Körperflüssigkeiten wieder ins Gleichgewicht gebracht werden und die Durchblutung fördern.

 

 

Es gibt zwei Arten von Schröpfen. Feuerschröpfen und die Schröpfkopfmassage.

 

Feuerschröpfen:

Beim Feuerschröpfen werden mithilfe von Feuer einen Unterdruck in den Gläsern verursacht, anschliessend wird das Glas auf den Körper gedrückt. Der Unterdruck verschwindet und zieht damit die Haut ins Inneren der Gläser. Die Behandlung sieht oft schmerzhaft aus, ist sie jedoch überhaupt nicht. Der Patient verspürt nur ein leichtes Ziehen der Haut. Viele empfinden die Behandlung sogar als wohltuend, weil sich auch Ablagerungen und Muskelverspannungen lösen. Durch den Sog bleiben nach dem Schröpfen meistens Blutergüsse sichtbar. Da diese Stellen sehr empfindlich sind, sollte die ersten 4 Stunden nicht geduscht werden, um Schäden zu vermeiden. Auch sollten die Schröpfköpfe bei der nächsten Sitzung nicht wieder an denselben Punkt aufgesetzt werden. Für Schwangere und Patienten mit Gerinnungshemmer, ist das Schröpfen nicht erlaubt. 

 

Schröpfkopfmassage:

Hier werden Gläser verwendet, die eine Kugelförmigen Ball besitzen (wie aus dem Chemieunterricht die Pinzetten, einfach grösser). Durch das Drücken der Ballen wird nach dem Aufsetzen die Luft wieder angezogen, respektive die Haut. Die Haut wird jedoch nicht so fest angezogen wie beim Feuerschröpfen und der Sog kann sehr gut reguliert werden. Nach der Schröpfkopfmassage bleiben keine Blutergüsse zurück wie beim Feuerschröpfen. Kann also als "Light-Version" von Feuerschröpfen betrachtet werden. Der Vorteil von der Schröpfkopfmassage ist, dass die Gläser über die Haut geleitet werden. Dadurch kann weniger punktuell, sondern grossflächiger die Durchblutung gefördert werden. Zudem löst es Ablagerungen im Bindegewebe und hilft so gegen Cellulite, was bei Frauen sehr geschätzt wird. Wichtig ist, nach dem Schröpfkopfmassage sehr viel zu trinken, damit die Ablagerungen, die vom Bindegewebe sich gelöst haben und nun wieder im Blut sind, ausgeschwemmt werden können. 

 

Masseur/in: Silvio und Alessandra